Aktuell

11.02.2011

Bund sieht keine Dringlichkeit für den Bahnausbau Zürich-Winterthur

Wie hatten sich die Zürcher Politiker doch vor der Abstimmung vom 23. September 2010 über die VCS-Initiative "Schienen für Zürich"  - für einen Ausbau der Bahnlinie zwischen Zürich und Winterthur - gegenseitig mit Versprechungen überboten. Der Bund werde den Bahnausbau selber vorantreiben. Dafür brauche es doch den Kanton Zürich nicht. Nur vier Monate nach der Abstimmung ist die Situation ernüchternd. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat seine Planungen bis ins Jahr 2025 erstmals konkretisiert. Darin ist ein Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur aber nicht vorgesehen. Weder die oberirdische Variante, wie sie der VCS vorgeschlagen hatte, noch die Tunnelvariante, also die Luxuslösung mit einem Brüttenertunnel, sind nun vom BAV vorgesehen. Damit nimmt der Bund zwar in Kauf, dass der grösste Engpass im Schweizer und Zürcher Eisenbahnnetz noch mindestens 20 Jahre bestehen bleibt. Es scheint sich aber zu bestätigen, dass ohne einen Einsatz des Kantons Zürich selber, wie ihn die VCS-Initiative vorgesehen hatte, der Bahnausbau für lange Jahre warten muss.
26.09.2010

Nun muss der Bund für einen raschen Ausbau sorgen

Dank der Initiative „Schienen für Zürich“ ist heute für alle klar, dass der Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur dringend nötig ist. Tausende von Bahnpassagieren drängen jedes Jahr mehr in die heute schon überfüllten Züge zwischen Zürich und Winterthur. Die vorgesehenen Massnahmen bis 2018 lösen auch das Grundproblem, den Engpass zwischen Effretikon und Winterthur, nicht. Nachdem es der Kanton Zürich aber abgelehnt hat, die Planung selber in die Hand zu nehmen, muss nun der Bund für einen raschen Ausbau sorgen.

 

Die Gegner der Volksinitiative stehen in der Verantwortung, auf Bundesebene schnell eine Lösung voranzutreiben. Der Bahnausbau muss beim Bund zu einem prioritären Thema werden, was er in den letzten 30 Jahren nie war. Gleichzeitig gilt es aber auch für die Finanzierung zu sorgen. Der VCS hat hier mit seiner eidgenössischen Volksinitiative „Für den öffentlichen Verkehr“ schon einen überzeugenden Vorschlag gemacht, der es erlauben würde, die dringend nötigen Ausbauten der Bahn zu finanzieren.

 

Die Initiantinnen und Initianten der Volksinitiative „Schienen für Zürich“ werden sich weiterhin für die Interessen der Bahnreisenden einsetzen. Dazu fühlen wir uns verpflichtet. Wir werden deshalb die Arbeit der Initiativgegner auf Bundesebene genau verfolgen und uns erlauben, nach 2 Jahren eine erste Zwischenbilanz zu ziehen, was von den vollmundigen Versprechen im Abstimmungskampf übrig geblieben ist.

 

Wir bleiben dran.

 

Die detaillierten Resultate unter: 

http://www.wahlen.zh.ch/abstimmungen/2010_09_26/


13.09.2010

Breite Allianz unterstützt Initiative

Die Volksinitiative "Schienen für Zürich", die einen raschen Ausbau der Bahnlinie zwischen Zürich und Winterthur zum Ziel hat, wird einerseits von einem breit und prominent besetzten Komitee unterstützt. Daneben haben sich aber auch viele Organisationen für die Volksinitiative ausgesprochen. Ja sagen die Kantonalparteien von SP, Grünen, Grünliberalen und AL sowie die Juso. Ebenfalls unterstützt wird die Initiative vom VCS Zürich, der die Initiative auch lanciert hat, von der Pro Bahn Zürich, umverkehR, der IG Tösstallinie und dem Zürcher Heimatschutz.
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